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Das Signum „bürgerlich“ steht für die laue Mitte. Keinesfalls extrem, immer vernünftig und am Erhalt des Bestehenden orientiert, ist mit dem Bürgertum heute keine Revolution mehr zu machen. Doch wer oder was ist mit „bürgerlich“ gemeint? Was heißt heute Mittelstand und wie drückt sich das Lebensgefühl einer neuen Bürgerlichkeit aus?

Der wespennest-Frühjahrsschwerpunkt versammelt Autorinnen und Autoren, die dem diffusen Begriff des neuen alten Bürgertums soziologisch, politisch, baugeschichtlich, ästhetisch – und im Selbstversuch auf die Spur kommen. Sie begeben sich ins Frankreich des „langen“ 19. Jahrhunderts ebenso wie in die Welt der Hauseigentümer und Kapitalisten, fragen nach, wie viel Bürger eigentlich im Wutbürger steckt, oder blicken nach Rumänien, wo sich das Bürgertum im Kampf mit traditionalistischen und bodenständigen Strömungen keine solide Basis schaffen konnte.

Ende Jänner 2020 verstarb Adolf Holl, langjähriger Wegbegleiter und Autor des wespennest. „Durch Gedanken“, so Holl, „werden keine Probleme gelöst, am wenigsten das des Todes.“ In Leibesvisitationen, dem letzten Buchmanuskript, an dem er arbeitete, widmet er sich daher „vorerst einmal“ der Zubereitung bekömmlicher Suppen. Posthum bringen wir den Anfang dieses Textes inklusive eines Nachrufs von Walter Famler.

Zudem freuen wir uns über ein gemeinsames Debüt von Simon Angerer und Maximilian Scheffold, die den reizvoll-paradoxen Versuch eines synchronen Textes wagen, empfehlen Fredrik Sjöbergs aberwitzige Bemühungen, das Rätsel um Alban Bergs Tod zu lösen und v.a.m.


Weinviertel: Autarkes Betriebsgebäude mit Sektkühlschrank

 

Der neue Standort des Hi-Fi-Händlers und Plattenspieler-Produzenten Pro-Ject wirkt selbst wie eine überdimensionale Stereoanlagen-Komponente. Der Clou ist die Haustechnik: Dank Solarthermie und Speicherbecken ist das Gebäude völlig energie-autark.

 

"Der Plan war, das Haus so aussehen zu lassen wie einen hochwertigen CD-Player oder einen professionellen High-End-Verstärker, der in der Wiese steht", sagt der Wiener Architekt Andreas Burghardt

 

SCHÜTZENHÖFER VOR GERICHT

Im August 2015 wurden in einem LKW nahe Parndorf die Leichen von 71 Menschen entdeckt. 59 Männer, acht Frauen und vier Kinder aus Syrien, dem Irak und Afghanistan wollten im Zuge der großen Fluchtbewegung nach Österreich gelangen und sind im LKW-Laderaum erstickt. Der Maler Josef Schützenhöfer erinnert mit einem großen Gemälde an diese Menschen. Das Bild wird die nächsten Wochen im Justizpalast in Wien ausgestellt. Es war zuvor bereits im Kunsthaus Graz gezeigt worden.  KATALOG

 

Die Eröffnung fand am 18. Oktober 2017 im Beisein von Dr. Gabriele Fink-Hopf, Vize-präsidentin des Oberlandesgerichts Wien und Dr. Wolfgang Brandstetter, Vizekanzler und Bundesminister für Justiz, statt.

Bakos Tamás

 

Bakos Tamás, geboren 1976 in Nagykörös/Ungarn.

Volks- und Mittelschule, Kellnerlehre, Autodidakt.

Zwischen 2000 und 2013 obdachlos in Budapest. Lebt nach schwerer Projektilverletzung in Nagykörös und Wien.

2014 erste Ausstellung in Wien (Galerie Benedict/Herz von Afrika), seither erste Bilder in privaten, firmeneigenen und öffentlichen Sammlungen.